Trigeminusneuralgie |
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Der Leidensweg von Doreen Zimmermann
Ich habe von 1996 bis 2005 an der trig.neuralgie gelitten und bin durch die hölle gegangen. medikamente, akkupunktur, entspannungsübungen hat alles nichts gebracht, 2000 wurde die neuralgie diagnostiziert, davor habe ich drei zähne verloren weil keiner wusste woher die schmerzen kamen. bin 1971 geboren und noch viel zu jung gewesen, wäre meine familie nicht gewesen, hätte ich mich vermutlich umgebracht, meine tochter hat sehr darunter gelitten und mein mann war froh, dass er auf montage arbeitete und in der woche nicht zuhause war, meine mutter hat mich waschen und füttern müssen, weil ich das carbamazepin nicht vertragen habe.
aber nach der op war alles anders, seither bin ich zu 98 %
schmerzfrei und brauche keine medikamente mehr, kann wieder arbeiten und ein normales leben führen. am 07.04.2005 wurde ich operiert und lag danach 24h noch in narkose, als ich aufwachte war ich fast schmerzfrei und habe die medikamente schon nach 2 wochen abgesetzt, also ich kann die op nur empfehlen aber auch für mich gibt es keine garantie und ich freue mich über jedes schmerzfreie jahr, mit den besten grüßen und für alle betroffenen alles gute.
13. Mai 2009, Doreen Zimmermann
Habe mich gefreut, dass nach meiner op im april 2005 alles ok ist und bin nun wieder seit september krank mit einer neuen attacke. nehme zur zeit wieder
carbamazepin und soll es im januar ausschleichen. habe jetzt in meiner nähe eine betroffene gefunden und sie hat sich zweimal ohne erfolg operieren lassen. nun habe ich angst vor dem ausschleichen der medikamente und hätte auch vor einer zweiten op große bedenken. finde es so sch... mit den schmerzen wieder leben zu müssen nachdem ich vier jahre wieder ein richtiges leben hatte. wenn man weis was auf ein zukommt ist es noch viel schlimmer, weil einem die illusion fehlt: es wird alles gut.
wenn man keine alternativen mehr hat ist man am ende der fahnenstange und davor habe eine scheiß angst. bin sehr froh in meiner nähe jemanden zu habe dem es genauso geht und mit ihr kann ich super über alles reden ohne damit meine familie zusehr zu belasten, man ist irgendwie verbunden und das ist gut für die seele.
wünsche trotzdem allen eine schöne weihnacht und fürs kommende jahr alles gute.
02. Dezember 2009, Doreen Zimmermann
Zur zeit nehme ich 1200 mg carbamazepin und norspan pflaster klebe ich mir alle 7 tage ( das ist ein morphiumartiges präparat ) und für die schmerzattacken nehme ich zwischendurch temgesic, das ist auch morphium. zum schlafen nehme ich noch amineurin 12,5 mg. habe das carbamazepin nicht ausschleichen können und bin seit januar wieder patientin in der schmerzambulanz.
komme zur zeit mit den schmerzen ganz gut zurecht aber die nebenwirkungen vom carb. sind vielmals schlimm so das ich seit september letzten jahres nicht mehr arbeiten gehe. meine leberwerte sind ganz ok, werden einmal im monat kontrolliert aber ich habe zur zeit extremen haarausfall, vielleicht geht es jemanden ähnlich und kann mir sagen ob das wieder besser wird. soll nochmal zur reha in eine schmerzklinik aber die bfa hat mit den guten rehakliniken keine verträge, vielleicht kann mir jemand einen tipp geben, wohin ich eventuell könnte. psychisch bin ich derzeit gut beisammen, die therapie die ich vor und während meiner op gemacht habe hat mir sehr geholfen, auch nachhaltig profitiere ich davon.
wenn es so bleiben würde wäre ich zufrieden und was kommt das weis man nicht.
27. Mai 2010, Doreen Zimmermann
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