Trigeminusneuralgie

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und Hilfe für
Betroffene


Der Leidensweg von Erika Speck

Seit 1996 hatte ich stromschlagähnliche Schmerzen in der rechten Gesichtshälfte, in der Wange.

Ich habe ein Medizin-Buch. Dort schaute ich nach, was das sein könnte und las: Trigeminusneuralgie. Und dass man dagegen nichts machen könne. Also fand ich mich damit ab. Die Schmerzen waren nur zeitweise, dann hörten sie wieder auf.

Mit der Zeit wurden die Schmerzen aber häufiger und stärker. Als ich mich einmal sehr aufgeregt hatte, waren die Stromschläge - wie ich sie nenne - bis in die Stirn und ins Kinn zu spüren, dazu in der Wange. Es waren grausame Schmerzen und ich hielt es nicht mehr aus.

Ich besuchte eine Neurologin. Während der Konsultation hatte ich drei Schmerzattacken. Ich konnte nicht mehr sprechen, denn dann fing es wieder von vorne an. Die Neurologin sagte, ich brauche ihr nichts mehr zu erklären, es sei Trigeminusneuralgie. Sie gab mir Carbimazol.

Nun begann ein Leidensweg: Wenn ich beim Essen kaute, bekam ich Attacken, beim Sprechen ebenso. Durch die Einnahme von Carbimazol beruhigte sich das Ganze etwas.

Ich überlegte, woher solche Nervenschmerzen kommen könnte und dachte an die Zähne. Mein Zahnarzt war zwar nicht davon überzeugt, aber ich bestand darauf, dass insgesamt 6 Backenzähne (oben) gezogen wurden. Auch darauf wurde es nicht besser.

Ich versuchte alles zu vermeiden, was die Nerven reizen könnte. Es war kein Leben mehr.

Anschließend besuchte ich das "Chinesische Akupunkturzentrum" in Bad Dürkheim. Eine etwa halbjährige Behandlung für etwa 3000,- DM blieb ohne Erfolg.

Im Frühjahr 2006 hatte ich durch meinen Umzug sehr viel Stress. Als dieser vorbei war und ich hätte entspannen können, kamen die Schmerzen mit solcher Heftigkeit - alle drei Äste waren betroffen - dass ich meinte, es nicht mehr aushalten zu können.

Ich erfuhr von einer Frau, die in Heidelberg am Trigeminusnerv operiert worden war und schon lange Jahre schmerzfrei war. Ich besuchte sie und sie erzählte mir, dass sie so glücklich sei, weil sie seit der Operation von ihren schrecklichen Schmerzen befreit sei.

Daraufhin schrieb ich an die Uni-Kliniken in Heidelberg, bekam einen Untersuchungstermin und wurde am 30.06.06 operiert (nach Janetta). Leider wurde dabei mein Gleichgewichtsorgan und mein Hörnerv am linken Ohr beschädigt, so dass ich heute links fast nichts mehr hören kann. Aber mein Gehirn hat die Funkton des Gleichgewichtsorganes übernommen und ich habe dadurch keine Beeinträchtigung mehr.

Nun war ich fast zwei Jahre schmerzfrei. Doch vor ein paar Tagen machte ich eine zuckartige Bewegung, daraufhin bekam ich wieder einen elektrischen Schlag ins Gesicht. Ich war am Boden zerstört. Ich bin nun wieder sehr vorsichtig und nehme 2x100mg Carbimazol am Tag, nach Anordung vom Hausarzt, vorbeugend. Bis zu diesem Schreiben habe ich nichts mehr gehabt.

16.04.2008, Erika Speck

Seit 1989 Jahren schmerzfrei

Eine Bekannte von Frau Speck ist nach der Operation nun schon seit 1989 schmerzfrei. Vorher hatte sie 4 Jahre unerträgliche Schmerzen.

Die Medikamente, die sie zu dieser Zeit eingenommen hatte, kann sie nicht mehr nehmen. Im Ohr hat sie manchmal etwas Beschwerden (unangenehmes Gefühl), aber sie hört noch ganz gut damit.





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